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Liv Forever~Amy Talkington

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Liv Forever~Amy Talkington

Beitrag von Nadelpelz am Sa März 18, 2017 11:14 pm

Liv Forever
von Amy Talkington
Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz

Warum hatte ich ihmnicht gesagt, was ich fühle? Warum war ich ihm ausgewichen, als er mich küssen wollte? Warum hatte ich ihm nicht gesagt,dass ich noch nie jemanden so geliebt hatte?

Liv würde alles dafür tun geben,Malcolm noch ein einziges Mal berühren zu können.
Ihm ihre unendliche Liebe zu gestehen. Doch Liv ist tot - eigentlich...
Ruth:
Seite 5-6
Für ein Mädchen wie mich waren die Aussichten, in Wickham Hall zu landen, gleich null. Mein Vater war Farmer. Werder er noch meine Mutter hatten die Volksschule beendet. Doch ich las leidenschaftlich gerne. Ich verschlang jedes Buch, das mir in die Hände fiel. Kein Wunder, das mir Wickham Hall zum ersten Mal in einem Roman begegnet ist.
Ich weiß nicht mehr, wo. Vielleicht im neuen Fitzgerald? Jedenfalls stand dort ein Satz wie:"Präsidenten gingen in Wickham Hall zur Schule." Und das klang schick. Einem Mädchen konnte schlimmeres passieren,als einen Präsidenten zu heiraten, besonders im Falls eines Traummanns wie Calvin Coolding. Oui! Oui! First Ladys wurden auf Partys eingeladen, gaben große Diners und hatten nebenbei jede Mende Zeit zum Lesen.
Also fasste ich einen Briefan die Schule mit der Bitte um Aufnahmenebst einer dramtischen Beschreibung meiner Lage, und wenige Wochen später antwortete mir der Rektor persönlich undlud mich ein, der Schülerschaft beizutreten. Quelle joie! Ich musste nicht einmal das Bewerbungsformular ausfüllen. Ich wusste gar nicht, dass es eines gab, bis ich die anderen fluchen horte, welche Qualen damit verbunden seien. Mon Dieu, ich hatte wirklich Glück. Dachte ich.
Wer mich heute sieht, mag es kaum glauben, aber ich war ein glückliches Mädchen damals und sah nicht schlecht aus. Die jungen Burschen schwärmten für mein rotes Haar und ich war nicht auf den Mund gefallen. Wer hätte gedacht, dass ich am Ende so töricht war, auf einen anonymen Brief hereinzufallen. Die Bitte um ein Rendezvous unter der Trauerweide. Oje. Ich dumme Gans. "Quelle coincidence!", dachte ich. Ich hatte immer ein Faible für Trauerweiden gehabt.Undes gab viele attraktive junge Männer in Wickham Hall.Die Winladung war einfach zu verführerisch.
Als ich mich zurechtmachte - natürlich mit Wasserwellen und meinem einzigen schönen, perlenbesetzten Flapperkleid -, summte ich Wepping Wellow vor mich hin. Das Lied war grade so populär. Und dann ging ich zur Trauerweide. Unter dem Dach der herabhängenden Äste lehnte ich mich an den Stamm und blickte gen Himmel. Die Äste zeichneten sich schwarz vor der mondhellen Nacht ab. Von unten sahen die trauernden Arme aus wie im Flug erstarrter Regen.
Dann packte mich etwas von hinten, drückte meinen Kopf gegen den Baum. Ich spürte die Kühle einer Klinge, die mir überden Hals fuhr. Richtig weh tat es nicht. Es war nur kalt. Ich bekam einen fürchterlichen Schreck.
Ich wusste nicht, dass ich starb,bis ich an mir herunterblickte und all das Blut auf meinem Kleid sah. Und so war mein letzter Gedanke als lebendiges, atmendes Mädchen:"Wie bekomme ich mein Kleid bloß bis zum Herbstfest wieder sauber?"
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Ich würde gerne eure Meinung hören, wie ihr das Buch fandet, wenn ihr es gelesen habt.

LG Nadel
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